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Ein Schüler fragte den Meister: „Was ist Achtsamkeit?“
Der Meister antwortete: „Schau wohin du trittst!“

Konzept

Der „Garten der vier Jahreszeiten“ ist ein an den japanischen Garten angelehnter Garten mit zahlreichen europäischen bzw. norddeutschen Einflüssen. Er kombiniert die Stille, Schlichtheit und Natürlichkeit eines japanischen Gartens mit formalen Gestaltungselementen.

Der Mangel an überbordender Fülle erlaubt eine achtsame Wahrnehmung des Einzelnen, eine Konzentration auf den Moment - den Gesang eines Vogels, das Licht im Ahorn.

Typische Gestaltungselemente eines japanischen Gartens werden aufgegriffen und zur symbolischen Darstellung der vier Jahreszeiten genutzt. Dazu teilen die schmalen Hecken den Garten in vier Bereiche und formen so die Jahreszeiten.

Der Rundweg führt gegen den Uhrzeigersinn vom Winter zum Frühling, weiter zum Sommer, zum Herbst und zurück zum Winter.

 

Natürlich finden die vier Jahreszeiten in allen Gartenbereichen statt, werden aber in den einzelnen Bereichen von bestimmten Pflanzen und Gegenständen betont. Die Pflanzen wurden so ausgewählt, dass sie gerade den Gartenbereich dezent hervorheben, der zur aktuellen Jahreszeit passt. Dabei sind die Übergänge, wie auch in der Natur, fließend. Darüber hinaus sollen alle vier Gartenbereiche zu jeder Jahreszeit schön sein.

Im Bereich des Winters und des Frühlings ist der Garten zusätzlich nach aussen hin von zwei Seiten mit Hecken umgeben. Dadurch erhalten diese Jahreszeiten eine gewisse Enge und Dunkelheit, die durch die Nordausrichtung noch verstärkt wird. Zum Sommer öffnet sich dann der Garten und steht mit einer relativ freien Südausrichtung im Licht. Diese führt sich in den Herbst fort, wo der Weg den Besucher wieder zurück zum Winter und zur „Statik“ führt.

Es befinden sich zwölf größere Steine im Garten, an denen der Rundweg vorbeiführt. Diese stehen für die zwölf Monate eines Jahres und verteilen sich auf die vier Jahreszeiten.

 

Von keinem Standpunkt aus kann der ganze Garten auf einmal eingesehen werden, was ein sehr wichtiges Gestaltungsmerkmal ist. Mit jedem Schritt verändern sich die Perspektiven, ein stetiges Verbergen und Enthüllen, ein stetiger Wandel.

 

Der „Garten der vier Jahreszeiten“ ist ein Ort, der seinen Besuchern Stille und Harmonie bietet. Ein Garten, der ebenso zum Nachdenken über den Lauf des Jahres und des eigenen Lebens, über Entstehen und Vergehen und die Schönheit jedes vergänglichen Augenblickes anregt.